Gernot Starke

As an innoQ fellow, Gernot participates in the strategic development of the company’s consulting and implementation products. He supports clients as a consultant for software architecture in general and documentation in particular.

Talks

  • VENOM: Leiden und Rettung eines großen Systems

    OOP 2018 07. February 2018

    Wir stellen Ihnen VENOM vor - ein E-Commerce-System für komplizierte Produkte (Komplettausstattung von Supermärkten, Apotheken, Gartenplanung etc.) inklusive Logistik, Lieferung, Verzollung, Inbetriebnahme … Erleben Sie die Auswirkungen desaströser Architekturarbeit und verkorkster Entwicklungs-, Betriebs- und Unternehmensprozesse. Wir zeigen, wie methodische Verbesserung von Organisation bis zum Code funktionieren kann: Von Architekturbewertung über Entwicklung angemessener Verbesserungsmaßnahmen bis zur effektiven Umsetzung.

    Dürfen wir Ihnen VENOM vorstellen - ein E-Commerce-System für ziemlich komplizierte Produkte (Komplettausstattung von Supermärkten, Gartenplanung, Regal- und Möbelplanung und ähnliche abgefahrene Dinge) - inklusive kompletter Logistik, Lieferung, Verzollung, Aufbau, Abnahme, Inbetriebnahme … nennen wir es “very normal system”.

    Das System ist historisch/hysterisch gewachsen, wird von einer ziemlich desolat organisierten Firma (SAMM Inc.) entwickelt und betrieben. SAMM Inc. hat 600 Mitarbeiter und die IT ist als Kostenstelle (angeblich) immer zu teuer und in Verzug. Die Fachabteilungen entscheiden über Lösungen und involvieren die IT oft erst, wenn Umfang, Budget und Lösungsansätze bereits entschieden sind. VENOM verliert seit einiger Zeit Marktanteile und droht „den Bach herunter“ zu gehen.

    Daraufhin zog SAMM Inc. die Reißleine: Gemäß der Devise „Succeed or die“ beauftragte sie ein Team, die Rettung von VENOM mit der gesamten Organisation vorzubereiten und durchzuführen. Dabei stehen neben der Technik auch organisatorische Prozesse zur Verbesserung an. Diese (völlig fiktive) Situation ist in Wirklichkeit völlig real: Hören Sie über „rise and fall of the system“, „cultural change over agile toolboxes", sehen Sie die Auswirkungen desaströser Architekturarbeit und verkorkster Entwicklungs-, Betriebs- und Unternehmensprozesse.

    Erleben Sie anschließend, wie methodische Verbesserung von Organisation bis zum Code funktionieren kann, die Rettung von VENOM: Von der systematischen Architekturbewertung über die Entwicklung angemessener Verbesserungsmaßnahmen bis hin zur effektiven Umsetzung zeigen wir, wie Modernisierung und Evolution sich mit Projektalltag und Feature-Druck vereinbaren lässt. Über die Sprecher: Cem und Gernot haben Systeme und Organisationen im Großen und Kleinen verbessert - und die hier geschilderten Situationen live und 3D erlebt und erlitten …

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  • Zeitlose Prinzipien, Heuristiken und andere vermeintlich esoterische, aber in Wirklichkeit sehr nützliche Dinge, die Softwareteams wissen und berücksichtigen sollten - aber leider tendenziell ignorieren - weil Hype und der Glanz vermeintlich moderner Technologien diese Grundregeln in eine finstere Ecke des Unterbewusstseins verbannt haben … Sie hören von Einfachheit (im Gegensatz zu Eindrücklichkeit [impressiveness]), Kohäsion, Modularität, Erst-Denken-dann-Coden sowie einigen grundlegenden Aufgaben von Softwarearchitekten.

    Zu Beginn werde ich Grundlagen, Prinzipien und Heuristiken unterscheiden, und dabei ein wenig über Entwicklungsorganisationen schimpfen. Danach tauchen wir in ausgewählte Themen des „methodischen Software-Engineerings" ein. Einige Beispiele, über die ich im Vortrag sprechen werde:

    • Einfachheit - auch als KISS-Prinzip bekannt, wird oft zugunsten von „schick“ oder „modern” vernachlässigt. Ich spreche LOC als die einfachste und möglicherweise nützlichste Metrik an, und warum wenig oft besser ist (Sicher ein Grund, warum Microservices seit einigen Jahren so angesagt sind). Sie hören von typischen Kompromissen bezüglich Einfachheit – beispielsweise können Sie Programmierung vereinfachen auf Kosten komplizierter Konfiguration und aufwendigen Betriebs.
    • Kohäsion - also die Gruppierung zusammengehöriger Elemente - wird allgemein als hochgradig nützlich angesehen. Allerdings ist Kohäsion immens schwierig zu messen, und noch schwerer zu erreichen. Sie werden die Problematik widersprüchlicher Kriterien für Kohäsion kennenlernen.
    • Modularität gilt zu Recht als die Mutter aller Entwurfsprinzipien - dennoch lohnen ein paar Gedanken in ihre Richtung: Ich werde „Zusammensetzbarkeit" als einen weiteren Begriff erwähnen - womit wir hoffentlich zu noch besseren Kriterien für den Entwurf nützlicher Module kommen können.
    • Grundlegende Aktivitäten und Tätigkeiten in Softwarearchitektur und -engineering, wie beispielsweise „Erst-Denken-dann-Coden", also die saubere Trennung von Problem- und Lösungsraum: Erst das Problem verstehen, dann über Lösungen nachdenken.
    • Wenn wir so weit gekommen sind, sprechen wir Dokumentation an: Die ist oft nützlich, aber niemals ausreichend, um gute Systeme zu implementieren. Verlassen Sie sich niemals auf Dokumentation, sondern arbeiten Sie bei der Implementierung mit. Finden Sie positive und negative Abweichungen vom Soll-Zustand, und berücksichtigen Sie solche Abweichungen in Entwürfen.
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  • Darf ich Ihnen VENOM vorstellen – ein eCommerce-System für ziemlich komplizierte Produkte (Komplettausstattung von Supermärkten, Gartenplanung, Regal- und Möbelplanung und ähnlich abgefahrene Dinge) – inklusive kompletter Logistik, Lieferung, Verzollung, Aufbau, Abnahme, Inbetriebnahme… nennen wir es “very normal system”. Das System ist historisch/hysterisch gewachsen, wird von einer zerfahrenen, ziemlich desolaten Firma (SAMM Inc.) entwickelt und betrieben und drohte vor einiger Zeit, “den Bach hinunter” zu gehen. SAMM Inc. zog die Reißleine, und beauftragte ein (agiles) Team damit, die Rettung von VENOM (und SAMM) vorzubereiten und durchzuführen – “Succeed or die”, hieß die Devise. Diese (völlig fiktive) Situation ist in Wirklichkeit völlig real: Hören Sie über “rise and fall of the system”, sehen Sie die Auswirkungen desaströser Architekturarbeit und verkorkster Entwicklungs- und Betriebsprozesse.

    Erleben Sie anschließend, wie methodische Verbesserung von Software funktionieren kann, die Rettung von VENOM: Von der systematischen Architekturbewertung über die Entwicklung angemessener Verbesserungsmaßnahmen bis hin zur effektiven Umsetzung zeige ich auf, wie Modernisierung und Evolution sich mit Projektalltag und Feature-Druck vereinbaren lässt.

    Disclaimer: Eventuelle Ähnlichkeiten mit realen Softwaresystemen und Entwicklungsorganisationen wären rein zufällig – obwohl ich diverse der hier geschilderten Situationen selbst erleben durfte oder erleiden musste.

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  • Bis an den Abgrund - und zurück!

    Java Usergroup Hamburg November 2017 28. November 2017

    Aufstieg, Krise und Rettung einer (gar nicht so) hypothetischen Software

    Unser “ganz normales System” (VENOM, "very normal system“) unterstützt eCommerce-Prozesse für ziemlich komplizierte Produkte (Komplettausstattung von Kaufhäusern und Apotheken, Gartenplanung, Regal- und Möbelplanung und ähnliche abgefahrene Dinge) - inklusive kompletter Lieferung, Verzollung, Aufbau, Abnahme, Inbetriebnahme….

    Das System, über viele Jahre eher hysterisch als historisch gewachsen, wird von einer ziemlich desolaten organisierten Firma (SAMM Inc.) entwickelt und betrieben. Es drohte vor einiger Zeit, „den Bach herunter“ zu gehen. SAMM Inc. zog die Reißleine, und beauftragte ein (agiles) Team damit, die Rettung von VENOM (und SAMM) vorzubereiten und durchzuführen - „Succeed or die", hieß die Devise.

    Diese (überaus fiktive) Situation ist in Wirklichkeit völlig real. Lernen Sie „rise and fall of a system“ aus der Nähe kennen, sehen Sie die Auswirkungen desaströser Architekturarbeit sowie verkorkster Entwicklungs- und Betriebsprozesse. Und dann - erfahren Sie von Maßnahmen, die wirklich helfen könnten (oder auch nicht) - und sehen Sie (am realen Beispiel), wie methodische Verbesserung von Software(architektur) funktionieren kann.

    Disclaimer: Ähnlichkeit mit real existierenden Unternehmen ist rein zufällig.

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  • Darf ich Ihnen VENOM vorstellen – ein E-Commerce-System für ziemlich komplizierte Produkte (Komplettausstattung von Supermärkten, Gartenplanung, Regal- und Möbelplanung und ähnliche abgefahrene Dinge) inklusive kompletter Logistik, Lieferung, Verzollung, Aufbau, Abnahme, Inbetriebnahme, nennen wir es „very normal system“.

    Das System ist historisch/hysterisch gewachsen, wird von einer zerfahrenen, ziemlich desolaten Firma (SAMM Inc.) entwickelt und betrieben und drohte vor einiger Zeit, „den Bach herunter“ zu gehen. SAMM Inc. zog die Reißleine und beauftragte ein (agiles) Team damit, die Rettung von VENOM (und SAMM) vorzubereiten und durchzuführen – „Succeed or die“ hieß die Devise.

    Diese (völlig fiktive) Situation ist in Wirklichkeit völlig real: Hören Sie über „rise and fall of the system“, sehen Sie die Auswirkungen desaströser Architekturarbeit und verkorkster Entwicklungs- und Betriebsprozesse.

    Erleben Sie anschließend, wie methodische Verbesserung von Software funktionieren kann, die Rettung von VENOM: Von der systematischen Architekturbewertung über die Entwicklung angemessener Verbesserungsmaßnahmen bis hin zur effektiven Umsetzung zeige ich auf, wie Modernisierung und Evolution sich mit Projektalltag und Featuredruck vereinbaren lassen.

    Disclaimer: Eventuelle Ähnlichkeiten mit realen Softwaresystemen und Entwicklungsorganisationen wären rein zufällig – obwohl ich diverse der hier geschilderten Situationen selbst erleben durfte oder erleiden musste.

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Trainings

Content

  • What’s in a Name: Evaluate

    Blog Post 22. November 2017

    The term evaluation is often used in the context of system and architecture reviews. In my opinion, this term is often misleading and such activities should be named differently.

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  • Wie sieht ein ganz normales System eigentlich aus? Wenn sich technische Schulden immer höher türmen, wie schaffen wir es, nicht von ihnen erschlagen zu werden? Dr. Gernot Starke liefert Antworten im Interview auf der W-JAX 2017.

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  • arc42 - die Siebte

    Blog Post 25. January 2017

    Das bewährte arc42 Template ist gerade in Version 7 erschienen - mit deutlichen Erweiterungen im Ökosystem. Grundsätzlich bleibt arc42 V7 kompatibel mit den Vorgängerversionen, ist insgesamt noch kompakter und pragmatischer geworden.

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  • Software systematisch verbessern

    Article 17. October 2016

    Es ist ein bekanntes Phänomen: Obwohl zu Beginn beim Entwickeln des Projekts alles sauber und ordentlich zuging, degeneriert das System mit der Zeit – das Phänomen der „verfaulenden Software“ schlägt zu. Änderungen werden dann immer riskanter, schwieriger und langwieriger. In der Entwicklung und im Betrieb mehren sich die Probleme, die zu beheben immer mehr Zeit in Anspruch nimmt. Gleichzeitig steigen aber auch Änderungs- und Betriebskosten, während die Zufriedenheit von Entwicklern, (fachlichen) Auftraggebern, Testern, Administratoren und anderen Beteiligen ständig abnimmt. Vermutlich kennt jeder Leser diese Situation: Willkommen in der Legacy-Hölle.

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  • What’s in a Name: Architecture

    Blog Post 23. September 2016

    The term architecture is used with slightly different meanings throughout the IT industry. This post clarifies what (software) architecture is all about - and which misunderstandings might linger on your way to common understanding.

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