Wider die Mikroskop-Falle: Die wahren Probleme Ihrer Software finden

OOP 2016 – Software meets Business

02. Februar 2016 | -

Wenn wir Software verbessern oder bewerten wollen, müssen wir eine möglichst präzise Vorstellung der existierenden Probleme oder technischen Schulden erarbeiten. Vordergründig bietet sich Quellcode zur Suche an, die meisten der typischen Code- und Architektursmells werden Sie schon kennen. Ich zeige Ihnen jedoch einige weitere typische Problemzonen auf, etwa Daten- und Datenstrukturen, Schnittstellen, technische Infrastruktur, querschnittliche technische Konzepte, Entwicklungs- und Betriebsprozesse sowie die beteiligten Menschen – überall lauern Probleme und Risiken. Zusätzlich lernen Sie typische Fallen bei der Problemanalyse kennen, etwa die Mikroskopfalle oder die Widerstandspyramide, die Ihre Problemsuche schnell zu Albträumen werden lassen.

Als Ausblick zeige ich Ihnen, ganz analog zur Bauch-Beine-Po Gymnastik, einige etablierte Praktiken zur Abhilfe auf und weise damit den Weg zur systematischen Verbesserung und Evolution von Software.

Ich führe hier auf pragmatische Weise die Disziplin “Ganzheitliche System- und Architekturbewertung” ein, bei der Methoden wie ATAM in der Praxis nur einen zu kleinen Teil der gesamten Probleme erfassen. “Qualitative wie auch quantitative Analysen in erweitertem Suchraum” wäre wohl eine etwas seriösere Formulierung des Titels.

Ich verspreche den Teilnehmern praxisnahe, umsetzbare Hinweise, um in eigenem Kontext/System Probleme und Risiken zu identifizieren - und parallel dazu typische Verbesserungsansätze zu erkennen.

ICM - Internationales Congress Center München, München
Thumb gernot starke

Gernot Starke – von ganzem Herzen Informatiker und Softwarearchitekt. Nach langem Aufenthalt in Prograland und sporadischen Ausflügen nach Analytistan ist er seit Jahren in Architektionen zu Hause. Als praktizierender Agilist glaubt er an methodisches Vorgehen in der Softwareentwicklung und lebt dieses entsprechend vor. Er ist (Mit-)Gründer als auch Maintainer von arc42 und aim42 – den Open-Source Ansätzen für Architekturdokumentation und -verbesserung. Als innoQ Fellow und Berater ist er in unterschiedlichen Branchen sowohl in kleinen, mittleren wie auch (ziemlich) großen IT-Projekten unterwegs.

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