Anforderungen und Architekturwissen für Coding Agents: zwischen Spec-Inflation und Vibe Coding
Wer mit Agenten baut, kennt beide Extreme. Auf der einen Seite Vibe Coding: einfach drauflos, der Agent macht schon.
Auf der anderen Seite Spec-driven Development mit BMAD oder Spec Kit: 1000-Zeilen-Stories, die niemand mehr liest, jedes Akzeptanzkriterium ausformuliert, alle Datenbankspalten vorab benannt. Beides funktioniert nicht gut.
Dieser Workshop arbeitet sich an der Mitte ab. Was muss in eine Spec, damit der Agent das Richtige baut? Welche Teile lenken produktiv, welche engen unnötig ein oder primen das Modell auf eine Lösung, die wir unter Umständen gar nicht wollen?
Und parallel dazu: Wie sieht Architekturdoku aus, die nicht für Menschen geschrieben ist, sondern für Agenten? Kompakt genug, um in den Kontext zu passen. Präzise genug, um zu lenken.Spec und Doku sind dabei nicht nur Lesefutter. Sie sind auch das Material, aus dem sich deterministische Leitplanken ableiten lassen: ArchUnit-Regeln, Linter-Konfigurationen, Hooks.
Wer Specs und Doku „harness-ready“ schreibt, bekommt aus einzelnen Aussagen direkt deterministisch prüfbare Regeln.An einem durchgängigen Beispielprojekt erarbeiten die Teilnehmenden beides hands-on und nehmen ein Gefühl dafür mit, wann mehr Spec hilft und wann sie nur Last erzeugt.
- Datum
- 14.10.2026
- Uhrzeit
- 10:00 - 13:00
- Konferenz / Veranstaltung
- Software Architecture Summit Oktober 2026
- Ort
- Maritim Pro Arte, Berlin