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Als eine Handvoll Kolleg:innen vor gut einem Jahr die ersten Trainings zu agentischer Softwareentwicklung konzipierte, war noch völlig offen, ob daraus mehr wird als ein Experiment. Seitdem haben unsere Trainer:innen 47 Trainings gegeben, im Schnitt also fast jede Woche eines, verteilt auf 25 verschiedene Unternehmen. Und die Nachfrage ist nach wie vor groß. Für die kommenden Monate sind bereits 14 weitere Trainings fest geplant, dazu kommen langfristige Rahmenvereinbarungen mit mehreren Kunden.
Was dieses Jahr so besonders macht, ist allerdings nicht die schiere Anzahl an Trainings. Es ist das Tempo, mit dem sich Modelle, Tools und Praktiken weiterentwickeln. Unser Trainerteam hat daraus schnell gelernt, dass dieses Training nie fertig ist. Es verlangt eine noch kontinuierlichere Weiterentwicklung als unsere anderen Trainings. Inzwischen haben die Kolleg:innen dafür einen guten Weg gefunden.
Beim ersten Training hat Claude Code innerhalb von drei Tagen fünf Updates erhalten. Mittlerweile schockt uns das nicht mehr, wir haben uns an das neue Normal gewöhnt.
Ole WendlandSenior Consultant und Trainer bei INNOQ
Diese ständige Weiterentwicklung stellt auch die Unternehmen, mit denen wir arbeiten, vor Herausforderungen. Viele von ihnen entscheiden sich deshalb, beim Wissensaufbau in ihren Teams auf professionelle Schulung zurückzugreifen. Genau hier setzt unser Training an.
Wo unsere Kunden heute stehen
Viele unserer Kunden befinden sich in einer ähnlichen Situation: GitHub Copilot, Claude & Co. sind längst ausgerollt und stehen den Teams zur Verfügung. Was fehlt, ist ein strukturiertes Enablement, sodass alle möglichst schnell produktiv mit diesen Werkzeugen arbeiten können. Entsprechend unterschiedlich sind die Wissensstände. Einzelne haben sich bereits tief eingearbeitet und sind dem Rest ihres Teams weit voraus.
Den Unternehmen geht es mit dem Training deshalb vor allem um Professionalisierung. Die Teams sollen auf einen gemeinsamen Wissensstand kommen und sich dieses Know-how nicht individuell zusammensuchen müssen. Stattdessen bekommen sie es von Menschen vermittelt, die täglich in Projekten mit diesen Werkzeugen arbeiten.
Im Vergleich zu vor einem Jahr beobachten unsere Trainer:innen, dass Teilnehmende heute häufiger solides Vorwissen mitbringen. Und sie merken, dass immer mehr Unternehmen nicht nur einzelne Vertreter:innen ins Training schicken, sondern ganze Teams schulen. Ein Kunde hat sogar seine gesamte Entwicklung durchgeschult, freiwillig und intern organisiert, damit alle für einen Arbeitsalltag gerüstet sind, in dem Agentic Engineering selbstverständlich ist.
Was das mit den Teilnehmenden macht, beschreibt unser Trainer Fabian Walther so:
Viele haben vorher nur gehört: Hier habt ihr ein Tool, jetzt werdet produktiver. Nach dem Training haben sie das Gefühl, dieses Versprechen tatsächlich einlösen zu können. Das strukturierte Vorgehen gibt ihnen Sicherheit.
Fabian WaltherSenior Consultant und Trainer bei INNOQ
Mehr als nur Tooling
Unser Training sollte von Anfang an keine reine Tool-Schulung sein. Vielmehr wollten wir die Methodiken und Praktiken hinter agentischer Softwareentwicklung vermitteln. Deshalb betrachten wir generative KI über den gesamten Entwicklungsprozess hinweg, nicht nur beim Codeschreiben. Welches Tool gerade im Einsatz ist, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Das zahlt sich doppelt aus, wenn neue Modelle im Monatstakt erscheinen und Tools im Wochentakt Updates bekommen. Denn die Prinzipien dahinter bleiben gültig, auch wenn sich die Oberfläche verändert.
Im Training nimmt daher der Umgang mit Anforderungen viel Raum ein. Die Teilnehmenden lernen, sie so zu entwickeln, präzise zu formulieren und weiterzugeben, dass Agenten damit arbeiten können. Das Thema taucht an vielen Stellen auf, von der Produktarbeit über Qualitätsanforderungen in der Architektur bis zu Praktiken wie Spec-Driven Development in der Implementierung. Dahinter stehen Fragen, die trivial klingen, aber entscheidend sind. Kann ich das Ergebnis eines Agenten bewerten? Und wie bettet sich das alles in meinen Entwicklungsalltag ein? Denn seinen eigentlichen Nutzen entfaltet agentisches Arbeiten erst, wenn die einzelnen Schritte ineinandergreifen. Eine präzise formulierte Anforderung ist zum Beispiel die Grundlage, auf der ein Agent implementiert, und zugleich der Maßstab, an dem sich sein Ergebnis später prüfen lässt.
Damit verschiebt sich auch die eigene Rolle, weg vom reinen Codeschreiben, hin zum Anleiten und Bewerten. Für viele Softwareentwickler:innen ist genau das die zentrale Erkenntnis des Trainings und oft ein echter Augenöffner. Ein Teilnehmer brachte es auf den Punkt: „Ich bin ja jetzt eigentlich ein Manager.“ Tatsächlich braucht agentisches Arbeiten Fähigkeiten, die man bisher eher von Führungsrollen kannte. Man übernimmt Verantwortung, delegiert und nimmt Arbeitsergebnisse ab, die man nicht selbst erzeugt hat.
Diese neue Rolle setzt allerdings voraus, dass man versteht, womit man es zu tun hat. Was ist ein Agent überhaupt? Was kann er zuverlässig, und wo stößt er an Grenzen? Wer das einordnen kann, weiß auch, welche Aufgaben sich guten Gewissens delegieren lassen und wie gründlich man Ergebnisse prüfen muss. Genau dieses konzeptionelle Wissen überdauert auch die nächste Tool-Generation. Deshalb beginnt jedes Training mit Grundlagen, und ausgerechnet dieser Teil bekommt regelmäßig das beste Feedback:
Den Grundlagenteil könnte man für überflüssig halten, schließlich weiß doch jeder, was ein Agent ist. In Wahrheit ist er der wertvollste. Das Feedback kommt immer wieder: Dachte, das wird langweilig. War aber gut, die ganzen Buzzwords endlich mal sauber einzusortieren.
Roman StranghönerSenior Consultant und Trainer bei INNOQ
Momentaufnahmen aus einem Jahr Training
Was unseren Trainer:innen nach einem Jahr besonders in Erinnerung bleibt, sind bestimmte Momente, die ihnen regelmäßig begegnen.
Die Mischung macht’s
Heterogene Gruppen funktionieren viel besser als gedacht. Und das, obwohl sich das Training in erster Linie an Entwickler:innen und Softwarearchitekt:innen richtet. Sitzen aber Product Owner, Ops-Leute und Security-Verantwortliche mit im Raum, nimmt am Ende trotzdem jede:r etwas mit. Auch die, für die Softwareentwicklung gar nicht der Kernjob ist. In einem Training bauten ausgerechnet zwei Analyst:innen, die vorher weder Git noch Docker kannten, innerhalb von zwanzig Minuten eine komplett automatisierte CI/CD-Pipeline auf. Diese Beobachtung hat uns motiviert, das Training auch für andere Zielgruppen anzupassen. Mit Agentic Work bieten wir inzwischen eine Variante für Nicht-Entwickler:innen wie Product Owner, Produktverantwortliche oder Expert:innen aus den Fachabteilungen an.
Wenn die Skepsis weicht
Fast genauso regelmäßig sitzen Teilnehmende im Training, die dem Thema anfangs kritisch gegenüberstehen. Im Lauf der drei Tage merken sie, dass sie ihre Ideen plötzlich innerhalb von Minuten ausprobieren können und dass die Arbeit mit den Agenten auch noch Spaß macht. Gerade von ihnen kommt hinterher oft das positivste Feedback, auch weil die Trainer:innen neben den Möglichkeiten immer klar die Grenzen benennen.
Als die Übung plötzlich funktionierte
Und manchmal überholt der Fortschritt das Training mittendrin. In den ersten Trainings gehörte eine Übung zum Programm, bei der die Teilnehmenden über die Mittagspause eine Anwendung komplett vom Agenten und ohne Zwischenkontrolle bauen ließen. Die Übung scheiterte zuverlässig. Und genau das war zu diesem Zeitpunkt ihr didaktischer Zweck. Dann erschien ein neues Modell, und in genau dem Training zog der Agent die komplette Anwendung über die Mittagspause fehlerfrei durch. Das hat nicht nur die Teilnehmenden überrascht, sondern auch unsere Trainer:innen. Kein anderer Moment zeigt besser, wie jedes neue Modell Möglichkeiten eröffnet, die es vorher nicht gab, und warum wir das Training permanent weiterentwickeln.
Agentische Softwareentwicklung verändert die Art, wie Menschen arbeiten. Mit unserem Training legen wir den Grundstein dafür, dass unsere Teilnehmer:innen mit dieser Veränderung Schritt halten können.
Ich habe noch nie ein Training erlebt, das die Arbeitsweise der Teilnehmenden so verändert wie dieses. Für mich kommt es bei einem dreitägigen Training immer auf Tag 4 an: Was können die Leute wirklich in ihren Arbeitsalltag mitnehmen? Und da ist Agentic Software Engineering mit Abstand die größte Veränderung, die ich je gesehen habe.
Michael SeelSenior Consultant und Trainer bei INNOQ
Damit das Gelernte im Alltag ankommt
So intensiv die drei Tage sind, die eigentliche Arbeit beginnt danach, wenn die Teams das Gelernte in ihre Projekte und Prozesse tragen. Unternehmen können viel dafür tun, dass diese Phase gelingt. Sie können eine passende Infrastruktur bereitstellen, Experimente und Fehler ausdrücklich zulassen und den Teams Zeit geben, dranzubleiben.
Agentic Software Engineering war der Wegbereiter. Daraus ist inzwischen eine ganze Familie von Formaten entstanden. Die Basis, die wir da gelegt haben, beflügelt gerade viele Leute bei uns.
Roman StranghönerSenior Consultant und Trainer bei INNOQ
Um Unternehmen auf diesem Weg zu begleiten, haben wir mehrere Angebote entwickelt. Das Agentic Engineering Accelerator Programm setzt direkt nach dem Training an. Wir arbeiten dabei eine Zeit lang im Team mit, bauen gemeinsam Know-how und Infrastruktur auf und bringen zusätzliche Kapazität mit, damit aus ersten Schritten schnell produktive Routine wird. Vertiefende Workshops und Vorträge greifen einzelne Themen wie Security oder Tokenkosten auf. Aus dem Security-Schwerpunkt ist inzwischen sogar das eigenständige zweitägige Training Agentic Software Security entstanden.
Und dann ist da noch das Fundament, auf dem die Agenten aufbauen. Eine saubere Architektur und gut strukturierte Prozesse bilden das Grundgerüst, in dem sich KI-Agenten optimal bewegen können. Meistens lohnt es sich deshalb, die eigene Codebasis vor der eigentlichen Arbeit mit den Agenten anzuschauen und durch gezielte Modernisierung vorzubereiten. Genau hier sind wir zu Hause. Softwarearchitektur und Modernisierung gehören seit unserer Gründung zum Kern unserer Arbeit.
Du willst dein Team fit machen für agentische Softwareentwicklung?
Alle Informationen zum Agentic Software Engineering Training, zum Agentic Engineering Accelerator Programm und zu unseren weiteren Angeboten wie Agentic Software Security findest du auf unserer Website. Sprich uns gerne an. Kontakt: Theo Pack, Principal Consultant bei INNOQ.



