TL;DR

Warum relevant:

Der Case zeigt exemplarisch, wie klare Leitplanken, Enablement statt Abhängigkeit und ein fokussierter Technologie-Stack selbst unter schwierigen Ausgangsbedingungen zu nachhaltigem Projekterfolg führen.

Ergebnis:

Die Eilert-Akademie betreibt heute eine moderne, selbstständig konfigurierbare Lernplattform, die es ihr ermöglicht, neue Kurse und Inhalte umzusetzen und ihr Trainingsangebot langfristig eigenständig weiterzuentwickeln.

Mehrwert:

Innerhalb eines klar definierten Projektrahmens entstand eine Plattform, mit der die Akademie ihr digitales Trainingssystem eigenständig weiterentwickeln und ihr Angebot nachhaltig ausbauen kann.

Ergebnisse auf einen Blick

  • Vollständiger Neustart einer nicht mehr betreibbaren Lernplattform
  • Dynamisches Trainingskonzept auf Basis von 60.000 avatarbasierten Trainingsbildern für flexibel erweiterbare Trainingsformate
  • Vielfältige Angebots- und Erweiterungsoptionen ohne zusätzlichen Entwicklungsaufwand
  • Selbstständige Verwaltung von Kursen, Inhalten und Übungen
  • Langfristige Unabhängigkeit von externen Entwicklungsdienstleistern

Landingpage: „Emotionen lesen lernen. Präziser. Klarer. Differenzierter.“ mit Gesichter-Collage und Buttons „Kostenfrei registrieren“ und „Anmelden“.
Die neue Trainingsplattform der Eilert-Akademie

Herausforderung: Gescheiterte Modernisierung und verlorenes Vertrauen

Die bestehende Lernplattform der Eilert-Akademie war technisch überholt, schwer wartbar und wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll betreibbar. Gleichzeitig stiegen die Anforderungen: neue didaktische Konzepte, deutlich mehr Trainingsmaterial und der Wunsch, Emotionserkennung künftig auf Basis avatarbasierter Gesichtsausdrücke, sogenannten Personas, zu trainieren.

Die Ergebnisse eines vorherigen, externen Modernisierungsversuchs auf Basis einer Low-Code-Plattform konnten diese Anforderungen nicht erfüllen. Trotz erheblicher Investitionen entstand keine nutzbare Lösung. Die Erfahrung machte deutlich, wie komplex das Vorhaben tatsächlich war.

Ansatz: Klare Leitplanken statt Versprechen – Vertrauen durch Transparenz

INNOQ entschied sich bewusst für einen klar definierten Projektrahmen mit festen Leitplanken. Dazu gehörten klar priorisierte Projektziele, ein bewusst begrenzter Scope sowie verbindliche Entscheidungen zu Technologie und Architektur. So entstand Planungssicherheit – fachlich, technisch und organisatorisch.

Dabei folgte das Projekt einigen klaren Prinzipien: ein bewusst schlank gehaltener, langlebiger Technologie-Stack, konsequente Konfigurierbarkeit statt individueller Sonderlösungen und ein starker Fokus auf Enablement. Die Eilert-Akademie sollte nicht nur eine neue Plattform erhalten, sondern in die Lage versetzt werden, ihr digitales Angebot langfristig selbst weiterzuentwickeln, ohne für fachliche Anpassungen oder neue Inhalte jedes Mal Entwicklungsunterstützung zu benötigen.

Um Unsicherheiten früh abzubauen und technische Möglichkeiten greifbar zu machen, entwickelte das Team bereits vor Projektstart einen ersten klickbaren Prototypen. Dieser diente als gemeinsame Gesprächsbasis im Auftaktworkshop und half, abstrakte Anforderungen zu konkretisieren. INNOQ positionierte sich dabei von Anfang an nicht nur als Umsetzer, sondern als Sparringspartner, der Verantwortung übernimmt, Ideen einbringt und gemeinsam mit der Akademie tragfähige Entscheidungen trifft.

Die weitere Zusammenarbeit war geprägt von regelmäßigen Abstimmungen und transparenter Kommunikation. Ziel war es, ein konsistentes Gesamtbild zu entwickeln, statt früh einzelne Zwischenstände zu bewerten. So entstand schrittweise eine Lösung, die fachlich, technisch und organisatorisch trägt.

Wir waren beeindruckt, wie schnell INNOQ bereits in den ersten Wochen sichtbare Ergebnisse geliefert hat. Das hat uns früh das Vertrauen gegeben, dass dieses Projekt tatsächlich gelingen kann.

Dr. Dirk W. EilertGründer und Leiter der Eilert-Akademie

Umsetzung: Eine Lernplattform mit didaktischer Tiefe und wirtschaftlicher Tragfähigkeit

Dynamischer Übungsgenerator statt statischer Inhalte

Ein zentrales funktionales Element der Plattform ist der dynamische Übungsgenerator, der Trainings aus konfigurierbaren Bild-Pools generiert. Auf Basis fachlicher Regeln lassen sich gezielte Trainingsmodi erstellen, etwa Fokusübungen für häufig verwechselte Emotionen.

Screenshot einer Emotions-App: Porträt einer Frau, Gesicht grün markiert; Auswahl „Soziales Lächeln“ und Button „Weiter“.
Dynamischer Übungsgenerator statt statischer Inhalt

Effekt:

  • Hohe Varianz statt Wiederholung
  • Individualisierte Lernpfade
  • Neue Trainingsinhalte und -formate lassen sich ohne zusätzlichen Entwicklungsaufwand ergänze

UX & Motivation: Die Plattform wurde konsequent auf intuitive Nutzung und Motivation ausgelegt:

  • Reduzierte UI im Trainingsmodus für maximale Konzentration
  • Sichtbarer Lernfortschritt
  • Gamification-Elemente und freischaltbare Personas

Grundlage dafür war ein bereits vorhandener, sehr umfangreicher Bilderpool mit zahlreichen künstlichen Schauspieler:innen, der vor Projektstart aufgebaut worden war. Aufbauend auf dieser Vorarbeit schlug INNOQ vor, diese künstlichen Schauspieler:innen als Personas zum zentralen Bestandteil der Nutzererfahrung zu machen.

Die Personas dienen dabei als didaktisches und emotionales Ordnungsprinzip: Sie machen die Vielfalt der verfügbaren Bilder greifbar, ohne Nutzer:innen zu überfordern, und unterstützen gezielte Trainingsschwerpunkte. Gleichzeitig lassen sich zusätzliche Personas innerhalb der Kurse freischalten oder hinzubuchen und so sowohl Lernwege als auch das Kursangebot flexibel erweitern.

Screenshot von „Mimikresonanz Basic“: Tab „Übungen“ mit „Trainingsaufgaben“, Übung 1 „In Bearbeitung“ (Fortsetzen), weitere Übungen gesperrt.
Freischaltbare Personas strukturieren das Training und fördern Motivation.

Nachhaltige Weiterentwicklung des Trainingsangebots

Ziel war es, die Plattform so zu gestalten, dass das digitale Trainingsangebot langfristig eigenständig erweitert und weiterentwickelt werden kann. Die Akademie kann heute selbstständig:

  • Kursformate und Angebotsvarianten flexibel gestalten
  • Upselling-Optionen (Personas, Blickwinkel, Pakete) konfigurieren
  • Bundles, Promotion-Codes und Affiliate-Programme steuern

→ Ohne zusätzlichen Entwicklungsaufwand.

Technologie & Enablement: Selbstständig bleiben – auch nach dem Projekt

Statt eine Lösung zu bauen, die dauerhaft externe Unterstützung erfordert, setzte INNOQ von Beginn an auf einen Enablement-Ansatz. Ziel war es, der Eilert-Akademie eine Plattform an die Hand zu geben, mit der sie ihr digitales Angebot im Alltag fachlich und wirtschaftlich selbst steuern, anpassen und weiterentwickeln kann.

Zentraler Bestandteil dieses Ansatzes ist ein CMS-ähnliches Backend, das konsequent auf Konfigurierbarkeit ausgelegt ist. Inhalte, Übungen, Personas, Preise und Freischaltungen lassen sich eigenständig verändern. Inhaltliche Anpassungen erfordern keine neue Entwicklungsrunde. So bleibt die Akademie handlungsfähig, auch wenn sich Anforderungen weiterentwickeln.

Die technologische Basis wurde bewusst schlank und robust gewählt. Sie ermöglicht eine schnelle Weiterentwicklung, bleibt langfristig wartbar und unterstützt genau das, was im Projekt entscheidend war: Stabilität und Unabhängigkeit über den Projektabschluss hinaus.

Technologie-Stack:

  • Ruby on Rails
  • Stimulus & Bootstrap
  • Stripe (Zahlungen, Produkte, Rabatte, Affiliate-Logik)
  • RapidMail (Newsletter)

INNOQ hat uns nicht nur eine neue Plattform gebaut, sie haben uns die Möglichkeit gegeben, unser gesamtes Trainingsangebot digital neu zu denken.

Dr. Dirk W. EilertGründer und Leiter der Eilert-Akademie

Fazit

Klare Entscheidungen statt maximaler Komplexität

Der Projekterfolg bei der Eilert-Akademie entstand nicht durch einen möglichst großen Funktionsumfang oder einen neuen Technologie-Stack, sondern durch bewusste Begrenzung. Klare architektonische Leitplanken, der konsequente Einsatz etablierter Web-Standards und eine Plattformlogik, die fachliche Weiterentwicklung ohne ständige Neubauten ermöglicht, erwiesen sich als die entscheidenden Hebel.

Statt eine Lösung zu schaffen, die bei jeder Anpassung ein neues Entwicklungsprojekt erfordert, entstand eine Lernplattform, mit der die Akademie ihr Angebot im Alltag weiterführen und ausbauen kann: neue Kurse, und Trainingslogiken lassen sich konfigurieren, ohne die technische Basis anzutasten. Didaktische Innovation, wirtschaftliche Weiterentwicklung und technische Stabilität greifen dabei ineinander.

Der Case zeigt, dass nachhaltige digitale Produkte nicht aus möglichst umfassender Flexibilität entstehen, sondern aus bewussten Entscheidungen darüber, wo Komplexität sinnvoll ist und wo bewusst darauf verzichtet wird.

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Principal Consultant

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