Nachhaltigkeit bei INNOQ: Der Start

Sensibilisiert durch „Bits und Bäume – Die Konferenz zu Digitalisierung und Nachhaltigkeit“, begann ich letztes Jahr mit Kollegen*innen über das Thema Umweltschutz und unternehmerische Gesellschaftsverantwortung zu sprechen. Es entstand eine firmeninterne Diskussion, die immer noch anhält: Was können wir bei INNOQ für die Umwelt tun? Anfang 2019 haben wir ein paar einfache Maßnahmen begonnen. Sie sollen der Umwelt helfen und den CO₂-Fußabdruck der Firma verkleinern, ohne die Qualität unserer Arbeit zu verringern.

Gründe damit jetzt zu starten gibt es genug. Der IPCC Special Report macht es sehr deutlich. Wir müssen uns in den nächsten 10 Jahren sehr anstrengen, um den globalen Temperaturanstieg auf 1,5° C zu beschränken. Ansonsten „kippt“ das Klima. Der Klimawandel wäre dann auch langfristig nicht mehr umkehrbar.

Angefangen haben wir mit naheliegenden Dingen. Wir haben die Mülltrennung in unseren Büros hinterfragt und überall eingeführt, wo wir noch nicht getrennt haben.

Wir haben alle INNOQ Standorte beim Stromlieferanten Polarstern Energie angemeldet und beziehen künftig Strom aus erneuerbaren Energien.

Wer unsere Firmenkultur schon kennt, wird wissen, dass wir regelmäßig Firmenevents veranstalten – für den fachlichen Austausch und um die sonst über die Landkarte verstreuten Kollegen*innen mal in real life zu treffen. Vier Events sind in Deutschland, eins im europäischen Ausland und kurz vor Weihnachten geht es traditionell in die Schweiz. Bei all den schönen Erinnerungen und positiven Effekten, die unsere Events schaffen: Die Ökobilanz sieht nicht gut aus. Es sind aktuell über 130 Kollegen*innen, die zum Eventhotel anreisen. Dies passiert mit dem Auto, mit der Bahn oder mit dem Flugzeug. Da kommt einiges an CO₂ zusammen. Den größten CO₂-Fußabdruck hinterlässt mit Abstand ein Flug. Reist man zum Beispiel von Berlin nach Köln und zurück, ist der CO₂-Ausstoß beim Fliegen gut zehnmal so hoch wie mit der Bahn. Wir wollen auf unsere Events nicht verzichten und haben uns daher entschieden, jede Fernanreise zu einem Event über Atmosfair zu kompensieren. Wir sind hier sogar einen Schritt weiter gegangen. Jede Fernanreise wird pauschal mit dem CO₂-Wert eines Flugs finanziell ausgeglichen, egal, ob die Anreise tatsächlich mit dem Flugzeug, dem Auto oder der Bahn gemacht wurde. Für das Jahr 2018 haben wir so die Summe von 155.609 kg CO₂ kompensiert. Das entspricht der Menge CO₂, die 17 Menschen im Schnitt in Deutschland im Jahr 2016 produziert haben.

Wie sieht denn nun der Arbeitsalltag bei uns aus? Arbeiten in einer Beratung ist oft mit einem sehr hohen Reiseaufwand verbunden. Bei INNOQ gilt schon immer der Grundsatz: Weitgehend auf Projekte setzen, die in der Nähe des Heimatortes des Mitarbeiters oder der Mitarbeiterin stattfinden. Nicht jedes Projekt lässt sich mit Mitarbeiter*innen vor Ort staffen. Dann bemühen wir uns, remote für unsere Kunden zu arbeiten und nutzen Methoden wie z.B. Remote Mob Programming. Das bedeutet für den Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin nicht nur weniger Reisestress, sondern spart auch CO₂. Voraussetzung dafür ist, dass die Kunden mitziehen – was erfreulicherweise oft der Fall ist.

Ganz bleiben Reisen dennoch nicht aus. Vorschriften, wie gereist wird, gibt es nicht. Alle entscheiden für sich über das Verkehrsmittel der Wahl. Aber schon jetzt zeichnet sich ein positiver Trend ab: Seit wir das Thema Umwelt diskutieren, sind die Flugbuchungen zurückgegangen. Es gibt sogar einige Mitarbeiter*innen, die zukünftig beruflich wie auch privat komplett auf Flugreisen verzichten wollen.

Darüber hinaus werden wir uns weiter fragen, womit wir noch mehr für die Umwelt tun können, wie dies im Marketing bereits passiert ist. Weitere Ideen, wie z.B. die Kompensation aller Fernreisen oder die Installation von intelligenten Heizungssteuerungen, um im kommenden Winter Energie zu sparen, sind in der Planung. Wir berechnen zukünftige Eventorte, damit sie gut mit der Bahn von unseren Standorten erreichbar sind. Es mögen nur kleine Dinge sein, doch für uns sind sie ein Start zu einem nachhaltigeren Arbeiten bei INNOQ.

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