Webanwendung Umweltprobenbank
Für das Umweltbundesamt konzipierten und realisierten wir den öffentlichen Zugang zur Umweltprobenbank des Bundes im Web. Die Lösung verbindet den zugrunde liegenden didaktischen Ansatz mit einer zukunftsweisenden Webarchitektur.
Fachlicher Hintergrund
Die Umweltprobenbank des Bundes (UPB) ist ein Monitoring-Instrument des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Das Umweltbundesamt organisiert und betreibt die UPB in Zusammenarbeit mit beauftragten Forschungs- und Universitätsinstituten, die besondere Kenntnisse in den einzelnen Gebieten haben. Alle im Routinebetrieb der Umweltprobenbank anfallenden Datenerhebungen aus dem Umwelt- und Humanbereich werden im Informationssystem der Umweltprobenbank (IS UPB) für den aktuellen Zugriff gespeichert, aufbereitet und gepflegt. Daten und Hintergrundinformationen werden über die Internetseite http://www.umweltprobenbank.de zur Verfügung gestellt. Ziel des Internetauftritts ist, interessierte Bürgerinnen und Bürger als auch die wissenschaftliche Fachwelt über die Ziele, Themen und Ergebnisse der Routineuntersuchungen der Umweltprobenbank sowie über die retrospektiven Untersuchungen zu Schadstoffbelastungen, zu informieren.
Architektur
Die Webanwendung besteht aus einem öffentlichen Frontend und einem internen Backend, beide sind Webanwendungen. Beide arbeiten mit demselben "Document Content Model", dessen Nutzdaten in einer vorgelagerten Datenbank (WebDB) liegen. Im Backend kontrolliert der Administrator die selektive Übernahme von Originaldaten aus dem internen Informationssystem IS-UPB, und der Redakteur steuert redaktionelle Inhalte zu. Das Frontend komponiert aus diesen Daten vier Arten von Webseiten:
- "Steckbriefe" zu den Daten-Dimensionen Probenart, Probenahmefläche, Analyt und Jahr. Sie sind entsprechend den gültigen Kombinationen untereinander vernetzt und leiten so den Nutzer zu den vorliegenden Ergebnissen und zur eigenen Datenrecherche.
- weitere informative Seiten wie z.B. Aktuelles, Grundlagen, Ergebnisse, usw.
- ein Recherche-Dialog für individuelle Datenabfragen auf den vier Daten-Dimensionen
- tabellarische und graphische Ergebnisdarstellung und Export als Excel Datei.
Wenn in einer Dimension zusätzliche Parameter freigegeben werden, wie z.B. bisher nur intern vorgehaltene Analyseergebnisse zu "polyzklischen Moschusduftstoffen", so geschieht dies ausschließlich durch den Fachadministrator und Redakteur über einen interaktiven Dialog, das Frontend bezieht den neuen Parameter nach Freigabe ohne weitere Eingriffe sofort ein.
Im Rahmen der Linked Environment Data Initiative unterstützt die Webanwendung sowohl die Ausgabe in HTML als auch in RDF und ist mit Linked Data kompatibel.
In der derzeit laufenden Pflege und Weiterentwicklung wird angestrebt, die Altanwendung IS-UPB vollständig durch Erweiterungen der neuen Webanwendung abzulösen. Mit der heutigen "Freigabe von Parameterkombinationen" sind bereits die Grundlagen für die spätere Migration gegeben.
Verwendete Technologien
Programmiersprache ist Ruby on Rails. Durch die Verwendung von JRuby kann die Anwendung als WAR file in einer gängigen Java Laufzeitumgebung deployed und betrieben werden. Die Laufzeitumgebung umfasst:
- Java Virtual Machine 1.6
- Java ServletContainer (Tomcat 5.5 / Sun JDK 6)
- Oracle 10g /JDBC
- Webserver MS IIS
Eingebunden sind ferner:
- Für die Diagrammerzeugung: JFreeChart und Open Flash Chart
- Für die Web-Redaktion: FCKEditor
Das Frontend ist barrierefrei nach BITV. Javascript und Flash werden "unobtrusive" verwendet, d.h. Anwender, die diese Techniken im Browser ablehnen, werden automatisch mit einfachem HTML und statischen Graphiken bedient. Das Backend für Administratoren und Redakteure ist einvernehmlich nicht barrierefrei ausgeführt. Javascript ist hier zwingend erforderlich, da die wesentlich komplexeren Dialoge sonst nicht ergonomisch akzeptabel zu implementieren wären. Diese Entscheidung ist in der gegebenen Situation angemessen, aber in vergleichbaren Projekten nicht zwingend zu übernehmen.
Weitere Aspekte der Barrierefreiheit betreffen z.B. die Farbgebung und die Unterstützung von Screen-Readern in der HTML Ausführung. Diese ist zudem in allen gängigen Browsern lauffähig und verwendet konsequent CSS.
Bei Web-Design und HTML Templates unterstützen unsere Partner chives und wemove.
News
- 3. April 2012 Neues Schulungsangebot
- 28. März 2012 Quality-driven Software Architecture
Termine
- 24. Mai 2012 Unlearning OOP: How to design Clojure programs von Stefan Tilkov
- 6. Juni 2012 Stop flying blind. Profiling your App's Internals von Robert Glaser
Schulungen
- 12. Juni 2012 REST für die Praxis
- 25. Juni 2012 Mobile Web Development