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Zeit-Kolumnist Marteinstein:

Ich habe jetzt eine schlechte Meinung vom deutschen Kinderfilm. Ich war aber auch froh, dass ich wenigstens nicht in ein Weihnachtsmärchen gegangen war, weil ich mir jetzt lebhaft vorstellen kann, was der Weihnachtsmann dort mit seinen Rentieren tut, Maria und Josef, der Esel, und dann auch noch die Heiligen Drei Könige mit ihren heiligen drei Zungen.

Köstlich :-) [via vowe]

Einfach nur klasse

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Ein wunderbares Mittel gegen den Brechreiz, den die “Original”-Poster der Bild-Werbekampagne bei mir verursachen. bildblog.de ist wirklich sehr zu empfehlen!

Meinen die das etwa ernst? Aus einer Heise-Meldung:

Informationen, die Kaufleute bislang nur auf gedruckten Briefen unterbringen mussten und die dort zumeist die Fußzeile der ersten Seite belegen, müssen nun in Geschäftsbriefen jedweder Form auftauchen, also auch in E-Mails. Die Angaben müssen deutlich auf dem Geschäftsbrief lesbar sein. Eine Übermittlung wie in Form einer angehängten elektronischen Visitenkarte wird den Anforderungen wohl nicht genügen, da nicht jeder diese Visitenkarten problemlos öffnen kann.

Dass man telefonische Kontaktinformationen und Adresse in eine E-Mail-Signatur schreibt, verstehe ich — ich habe mich schon oft genug geärgert, wenn ich einen Termin habe und in den E-Mails nicht mal eben etwas nachschlagen kann. Aber in welcher Situation reicht es nicht, auf den Homepage-Link zu klicken? Gibt es jemanden, der E-Mails empfangen, aber keinen Browser benutzen kann?

Vollkommener Schwachsinn.

[via Stimme der freien Welt]

Michael Stal, wie erwartet furchtlos bereit, in die Diskussion einzutreten, schreibt als Reaktion auf meinen letzten Beitrag einen langen Text, aus dem ich nur einen Satz herausgreifen möchte:

Ich bleibe natürlich bei meiner Meinung, dass kein Weberfinder mit dem heutigen Wissen ein Protokoll wie HTTP entwerfen würde.

Ich widerspreche ernergisch :-) Liest man z.B. die Findings der W3C TAG (der “Architekturgruppe” des W3C) oder aktuelle Statements von Roy T. Fielding, so stellt man fest, dass die Herren Web-Erfinder immer noch sehr stark von der ursprünglichen Vision des Web überzeugt sind. Mein Hintergrund liegt (ebenso wie bei Michael, das unterstelle ich zumindest mal) im “Enterprise”-Umfeld - Technologien wie RPC, DCE, CORBA, J2EE, Messaging … all das, was man als “Schwere Geschütze” bezeichnen könnte. Mit diesem Hintergrund liegt es nahe, das Web (und HTTP) als ein System zweiter Klasse zu betrachten, das all die schönen Dinge (die “-ilities”) erst einmal lernen muss. Wir CORBA-Gurus und Enterprise-Helden retten das Web vor dem Untergang!

Es ist aber nicht CORBA, das die Grundlage der größten Anwendung der Welt (denn das ist das WWW) bildet; IIOP ist nicht das Standardprotokoll, das von aller Welt verstanden wird; Java hat nicht die gesamte Welt, sondern bestenfalls die halbe erobert (wobei der Prozentsatz von Java-Anwendungen im “offenen” Web sicher noch deutlich geringer ist). Der Grund dafür ist, dass das Web — HTTP, URIs, MIME-Typen, textuelle Formate — deutlich besser weltweit skaliert und auf globaler Ebene unendlich viel erfolgreicher als alle Alternativen ist.

Hinter HTTP steckt viel mehr, als man gemeinhin annimmt. Was Michael vermisst, zum Beispiel die fehlende Unterstützung für “stateful communication”, ist kein Bug, sondern ein Feature. Die lose gekoppelte Alternative zu Callbacks lautet RSS (oder besser: ATOM). Anwendungen, die sich hinter einer einzigen URI (einem “Endpoint”) verstecken (und am liebsten noch alles durch “POST” tunneln) sind im Web 1.0 noch gar nicht angekommen. Eigentlich deutlich verfrüht, um über Web 2.0 zu sprechen …

Ich habe diese Petition “unterzeichnet”; die Stimme der Freien Welt hat mehr Infos.

Sehr interessant dazu der Bericht des CCC von der OB-Wahl in Cottbus (Hervorhebung von mir):

Fast alle befragten Cottbusser bringen den Wahlcomputern und den handelnden Personen grenzenloses Vertrauen entgegen, und obwohl etwa jeder Dritte von der Manipulationsanfälligkeit der Geräte aus der Presse gehört hatte, schloss auch diese Gruppe von informierten Wählern jede Manipulation kategorisch aus, ohne dies sachlich begründen zu können. Die zur Entdeckung einer etwaigen Manipulation erforderliche kritische Distanz gegenüber dem Wahlsystem war nur höchst selten anzutreffen. Die wenigen Wähler, die sich über den Einsatz von Wahlcomputern empört zeigten, waren von Beruf ausnahmslos Informatiker.

Innovation bei T-Systems

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Das 29-Punkte-Sparprogramm verbietet nicht nur Inlandsflüge, Weihnachtsfeiern oder die Beschaffung neuer Dienstwagen, sondern untersagt neben Buch- und Zeitschriftenbestellungen auch Bewirtungen bei internen Meetings. Getränke auf Geschäftskosten sind erst bei Konferenzen von mehr als vier Stunden Dauer gestattet. Sogar Kundenveranstaltungen sind - von durch die Geschäftsleitung genehmigten Ausnahmen abgesehen - generell gestoppt. Ferner kappt T-Systems im Mittelstandsgeschäft neben sämtlichen Aufträgen für Leih- und Zeitarbeiter auch alle internen Lehrgänge, Qualifizierungs- und Fortbildungsmaßnahmen. Außerdem sollen die Mitarbeiter Handytelefonate einschränken und die Nutzung von Hotspots vermeiden.

Bei solch klugen Maßnahmen ist der Erfolg ja nahezu vorprogrammiert! Wer weiß, ob die Meldung wirklich so stimmt — in der Vergangenheit geisterte so manches Gerücht über T-Systems durch die Presse, das interne Kontakte mir gegenüber als herbeiphantasierten Unsinn bezeichneten. Wenn’s aber stimmt, hat sich hier irgend jemand den Titel “Schwachkopf des Jahres” redlich verdient …

Vor geraumer Zeit habe ich einmal versucht, im Raum Düsseldorf eine Java User Group ins Leben zu rufen … und bin damit (zusammen mit meinen wenigen Mitstreitern) recht kläglich gescheitert.

Erfreulicherweise hat sich Michael Jastram der Sache angenommen — und kaum übernimmt es jemand, der was davon versteht, läuft’s auch :-)

Das nächste Treffen findet diese Woche Donnerstag, 10.8.2006 statt und verspricht spannend zu werden. Auch wir werden vertreten sein … wenn auch (diesmal) nur als Sponsor.

JavaSPEKTRUM Blog

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As some of you may know, I have started writing a monthly blog column for the German JavaSPEKTRUM magazine, which I consider to be an interesting experiment — blogs and print media don’t usually mix that well. We’ll see …

If you read German, you can find the online blog, which I’ve recently started to maintain a little more even in between print editions, here.

Und ich dachte, so einen Schwachsinn macht man nur auf der anderen Seite des großen Teichs:

Nach Meinung des Innenministeriums ersetzt die PTB-Prüfung “zulässigerweise” die öffentliche Kontrolle. Auch “eine ‘Vorverlagerung’ der Öffentlichkeit in der Weise, dass die Öffentlichkeit Einblick in die Prüfergebnisse der PTB oder den Quellcode des Wahlgerätes nehmen müsste” sei, so das BMI, “nicht erforderlich”. Denn der Grundsatz der Öffentlichkeit gelte nicht schrankenlos. “Der Schutz der Betriebsgeheimnisse der Firma Nedap” müsse “auch insbesondere deshalb vorgehen, weil die Geheimhaltung der Betriebsgeheimnisse zusammen mit anderen Faktoren zur Sicherheit des Wahlgerätes und damit der Wahl beiträgt”.

Mehr bei heise.de. Die Stimme der Freien Welt dazu:

Security by obscurity. Da sind ja ganz große Flachpfeifen am Werk. Das Geheimhalten der Geheimnisse steigert die Sicherheit. Und die Grundrechte der Demokratie stehen dem Schutz von Betriebsgeheimnissen nach. Da fällt einem nichts mehr zu ein.

Amen.

Ich hatte nur 36 von 42 Antworten richtig— dabei dachte ich eigentlich, ich würde mich halbwegs auskennen. Hier geht’s zum Test

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